Kill la Kill

Trigger-happy:

1) schießwütig

2) Gefühl nach gucken von Kill la Kill vom Animationsstudio Trigger

Ich bin nicht in der Lage völlig zu erklären wie eine derartige Mischung aus Wahnsinn und Fanservice am Ende zu so einem großartigen Ergebnis führen konnte. Die Serie ist effektiv Magical Girl auf Extasy. Immer wenn man denkt, jetzt übertreiben sie es mit, naja in welche Richtung auch immer die Serie gerade schwingt, reißen sie es im nächsten Augenblick wieder raus.

Der zentrale Handlungsbogen ist die Heldenreise von Ryuko Matoi, welche vom streitlustigen Teenager Mädchen zur Retterin der Welt wird. Kleiner haben wir es nicht. Diese Rahmenhandlung scheint nicht sonderlich fokussiert, doch der rote Faden wird auch nie völlig verloren. Es gibt tonnenweise Ablenkung und doch findet die Serie immer ausreichend schnell zurück zur zentralen Handlung.

Die zentrale Handlung scheint erstmal nicht völlig neu, Außerirdische sind auf die Erde gekommen, unterwandern die Menschheit um sie am Ende auszulöschen. Es gibt einen Wiederstand, einiges an Kämpfen, Intrigen, und insgesamt alles was man für eine solide Handlung braucht.

Mako hat einen Moment, einen Halleluja Moment, Ryuko würde wegkriechen wenn sie nur könnte

Es sind diese grotesken Ablenkungen und der sich selbst ins lächerliche ziehende Fanservice der dieser Serie ihren Kick gibt. Wenn Mako in einem ihrer sogenannten Halleluja Momente in unglaublicher Geschwindigkeit Nonsens von sich gibt, wenn das Magical Girlesque Kostüm von Ryuko mehr Haut als Stoff zeigt bis zu dem Punkt wo es ihr peinlich ist, und so vieles andere, dann ist das Metahumor vom feinsten.

Die Serie ist sich stets des Spagates zwischen dem Metahumor und der Haupthandlung bewusst, eins existiert nicht ohne das andere und als wenn die Serie sich selber daran erinnert, dröhnt die Musik während der Kampszenen ihre zentrale Botschaft: Don’t lose your way.

Lets turn that frown upside down…ich habe da meine speziellen Techniken

Die Serie nimmt sich nicht allzu ernst, und doch ernst genug. Sie schafft erstaunlicherweise eine Balance zwischen den anarchischen Elementen und der Haupthandlung, und bringt mit einem wiederholten Satz des Hauptantagonisten die Dinge auf den Punkt: La vie est drôle.

Kill la Kill ist ein unglaublich gutes Beispiel für funktionierenden Metahumor, eine lustige und kreative Serie, und glänzt mit völlig überzeichneter Absurdität.

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